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Die Presse berichtet :

 

Gladbacher Bridge-Club richtet zwei wöchentliche Turniere aus

Training fürs Gedächtnis

Von ANDREAS GRUHN

 

"Bridge ist ein Kartenspiel für die feine Gesellschaft. Für Damen beim Kaffeekränzchen, zur Unterhaltung. Außerdem ist das doch sowieso ein Glücksspiel, das hat doch wenig mit Können zu tun." Das ist der Ruf, den das Kartenspiel Bridge "genießt". Doch dieser Ruf entspricht nicht der Realität. Zwar sind die Sportler bevorzugt erfahrenere Damen, die sich durch Bridge geistig fit halten, "Das Spiel jedoch hat mit Glück nichts zu tun" ' so Knösels. "Auch mit schlechten Karten kann man eben gewinnen. " Die Turnierregelung legt sogar fest, dass jedes "Board", das sind die Karten, ungemischt an den nächsten Tisch weitergehen. Aus dem Spiel wird Sport, jegliches Glück wird komplett ausgeschlossen.

Auf den ersten Blick ist Bridge ganz einfach. Jeder der vier Spieler erhält 13 Karten. Nach einer bestimmten Wertigkeit werden die vier Farben Pik, Treff (Kreuz), Couer (Herz) und Karo ausgespielt. Derjenige, der die meisten Stiche erreicht, gewinnt. Nur ganz so einfach ist dieser Sport nicht. Denn vorher wird gereizt. "Der Spieler muss vorab bestimmen, wie viele Stiche er schafft", erklärt Pitt-Jürgen Knösels, Mitglied im Verein. Derjenige, der am meisten voraussagt, bestimmt das Spiel. "Diese Anzahl von Stichen muss man natürlich auch erreichen." So wie er gerade.

Rund 130 Mitglieder treffen sich dienstags und freitags, um in ihrem Lieblingssport immer wieder den Sieger zu ermitteln. Gespielt wird zurzeit an 13 Tischen. Bridge ist nicht so schwer zu erlernen, wie es aussieht. "Mit dem richtigen Lernprogramm beherrscht man Bridge nach rund sechs Wochen", erklärt Gisela Manthey, Vorsitzende des Clubs. Eine solche Möglichkeit möchte der Club demnächst anbieten, "Dennoch gehört viel Erfahrung zum Spiel, fügt sie hinzu. Diese Erfahrung möchte der Club demnächst in abendlichen Anfängerkursen vermitteln. Denn, so schön wie der Denksport für betagte Bürger auch ist, der Nachwuchs fehlt trotzdem.

Rheinische Post  08.06.2003

 

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